Samstag, 19. Januar 2019

CaRabA - Der Film, der die Welt bewegen wird

„Hoffentlich wird es in zwei Jahren so sein, wie in dem Film,
dass alle Menschen erst genommen werden.“
Nele, 12


Auf die Aussage „Eine Welt ohne Schule – das geht doch gar nicht!“ hat der Spielfilm CaRabA die Antwort. Gewissermaßen hat CaRabA bereits die Welt bewegt, indem es ihm gelungen ist, weit über einen Tabubruch hinauszugehen. Hier wird nicht das Unhinterfragbare in Frage zu stellen versucht, sondern es ist schlichtweg nicht mehr da: CaRabA zeichnet die Vision einer Welt ohne Schulen. Diese Vision ist keine Utopie, sondern wird als echte, authentische, lebensnahe Wirklichkeit sichtbar und fühlbar. Der Film geht dabei weit hinaus über sein Anliegen, die Landschaften des Frei-sich-Bildens zu malen, um damit eine Grundsatzdiskussion zu entfachen über das Wesen dessen, was wir „Bildung“ nennen. Vielmehr zeigt CaRabA menschliches Zusammenleben nach der Überwindung eines Menschenbildes, welches heute noch dafür verantwortlich ist, dass unser Nachwuchs in einer Welt heranwächst, die von individueller und struktureller Gewalt geprägt ist. Einer Welt, in welcher ihm derzeit noch eine (auch kollektive) Missachtung seiner Potenzen, seiner Bedürfnisse und seiner Grundrechte widerfährt.

Beispielhaft zeigt sich unsere aktuelle Lage in einer teils hitzigen Auseinandersetzung um einen Film, der seit Kurzem die Gemüter bewegt und eine Kluft zwischen Positionen deutlich macht, die entfernter nicht voneinander liegen können; eine Kluft, die darin wurzelt, dass Gewalt als Ansichtssache deklariert wird: der Dokumentarfilm Elternschule. Eine Welle des Entsetzens und der Empörung löste allein der Filmtrailer aus, die im Kontrast steht zu der Selbstsicherheit, mit der die Filmemacher, die Protagonisten und die Medien den Film und die darin gezeigten Inhalte vertreten und vermarkten. Völlig widersprüchlich sind die Reaktionen im Publikum, in welchem Menschen zutiefst schockiert und weinend sich wiederfinden inmitten von Leuten, die lachen und nach Filmschluss applaudieren. In Diskussionen in sozialen Netzwerken treffen Menschen, welche im Film gezeigte Gewalt gegen ganz junge Menschen anprangern, auf Menschen, die sagen, sie hätten keine Gewalt gesehen...

Wie kann sowas sein? Eine Erklärung liefert die Beobachtung, dass nicht nur Gewalt in verschiedenen unser Leben betreffenden Kontexten – in Schulen und anderen Institutionen, in den Medien, zwischen den Nationen, gegenüber der Natur – zur Normalität geworden ist und sogar manchen Menschen gar nicht mehr als solche bewusst ist oder auffällt; sondern auch, dass Gewaltakte vielerlei Bezeichnungen erhalten, mit denen sie negiert, bagatellisiert oder gerechtfertigt werden (z. B. als erzieherisch notwendig oder wohlmeinend, als den pädagogischen Standards oder therapeutischen Leitlinien entsprechend – oder auch schlicht als unterhaltsam).
Eine weitere Erklärung liegt in unseren Grundannahmen über den Kern des menschlichen Wesens, in zweierlei völlig konträren Menschenbildern, die unvereinbar sind wie Tag und Nacht: Die Annahme, der Mensch sei in seinem Wesen von Geburt an gut und richtig vs. er sei nicht richtig oder sogar schlecht und böse. Letzteres impliziert Misstrauen, ersteres Vertrauen. Letzteres ruft nach Erziehung (und nach Beschulung), ersteres nach Unterstützung und Begleitung. Letzteres schürt Handeln aus Angst, ersteres nährt Handeln aus Liebe.

CaRabA basiert ganz klar auf einer positiven Grundhaltung dem Menschen gegenüber, die in jedem – insbesondere zwischengenerationellen – Kontakt zwischen den Protagonisten mitschwingt. Dieser ist durchweg und ausnahmslos geprägt von Authentizität, Vertrauen und Respekt, was ganz wesentlich darin zum Ausdruck kommt, dass jede der Äußerungen der jungen Menschen auf ein Gegenüber trifft, welches sie als ebenbürtig anerkennt und ernst nimmt. Das Ernstnehmen ist die entscheidende Konsequenz der Grundannahme eines positiven Menschenbildes. Die Welt, die wir in CaRabA erleben dürfen, hat die Befreiung von einem alten Erbe, vor der wir derzeit noch stehen, geschafft. Ein schweres Erbe, welches in Elternschule nun so sichtbar wird, dass es die Reaktionen vieler Menschen hervorruft. In dem Dokumentarfilm wird gleich zu Beginn ein Bild des Menschen propagiert, welches den Nachwuchs bereits (oder gerade) als Säugling als Feind seiner Eltern darstellt, vor dem es sich zu schützen und den es in Zaum zu halten gilt: „ein knochenharter Bursche“, „der größte Egoist auf dem Planeten“, der „ein Heidentheater“ macht, „auf den Knopf drückt“ und seine Eltern „um den Finger wickelt“ und einem „Belastungstest“ unterzieht, bis sie „mit dem Rücken zur Wand“ stehen. Dieses Menschenbild und die damit verbundene feindselige Haltung bilden die Basis eines Handelns, welches von Distanz, Kälte, Emotionslosigkeit und Kalkül begleitet ist und in welchem gerade nicht das Ernstnehmen der Äußerungen des jungen Menschen (und seiner nahen Bezugspersonen) sowie eine gesunde Resonanz darauf erkennbar wird. In Elternschule finden sich junge Menschen in Gegenwart von Erwachsenen wieder, die ihnen in Gestalt von Rollen und Funktionen begegnen, die keinen wirklichen, echten oder empathischen zwischenmenschlichen Kontakt spürbar werden lassen und die auf die Beeinflussung und Steuerung von Verhalten(sweisen) begrenzt sind. Es wird schmerzlich für uns sein einzugestehen, dass die ausschnitthafte Darstellung in Elternschule uns einen Spiegel vorhält, in welchem wir eine Beziehungs“qualität“ zu sehen bekommen, die heutzutage einen Großteil der zwischengenerationellen Begegnungen prägt. Jedoch sehen wir zugleich auch schon längst, dass es anders geht. In CaRabA treffen junge Menschen auf ältere Menschen, die sie in ihrem Sein vollständig anerkennen und ihnen mit Echtheit jenseits irgendwelcher Rollen begegnen. Wer hieran Anteil nimmt, wird den Kinosaal verlassen mit dem Verlangen, mehr davon zu sehen, zu hören und zu erleben. Beim Anblick von CaRabA wird den Zuschauern warm ums Herz werden.

Es ist eine ungeheuerliche (Film)Vorstellung, wie unser #LebenohneSchule aussehen würde, in welchem es allen Beteiligten besser geht als heute in einem immer beklemmender werdenden Schulsystem. CaRabA ist gewissermaßen ein Katalysator für einen soziokulturellen Evolutionssprung, da er darstellt, wie unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und unsere Bildungslandschaften aussehen, wenn wir ihn vollzogen haben werden.

Das Potenzial, zu einem Wandel beizutragen, hat Elternschule durchaus ebenfalls. Der Film hätte im Grunde einem „Anti-Kriegsfilm“ entsprechen können, wäre er nicht mit dem irreführenden und gefährlichen Zitat der Süddeutschen Zeitung („Für jeden, der selbst Kinder hat, ist dieser Film ein Muss“) quasi als Lehrfilm angepriesen und in einen einengenden Kontext gesetzt worden. Er hält uns einen Spiegel vor, in welchem wir nicht den Krieg auf zwischennationaler, sondern auf zwischengenerationeller Ebene erkennen können. Immerhin hat er eine Welle der Empörung ausgelöst und eine größere Zahl Menschen dazu bewegt, sich zu äußern angesichts der Gewalt, die jungen Menschen im Namen der Erziehung und/oder Therapie widerfährt. Ob wir diesen Spiegel für einen Wandel nutzen, wird davon abhängen, ob die Zweifelhaftigkeit des im Film dargestellten zwischenmenschlichen Umgangs geleugnet, oder auch, ob wir bei unseren üblichen Reaktionen in Form von Schuldzuweisungen bleiben, sei es gegenüber den einzelnen Protagonistengruppen („dieses Klinikspersonal“ oder „diese unfähigen Eltern“ oder „diese nervenraubenden, kranken Kinder“) oder gegenüber den aufbegehrenden Zuschauern („diesen hysterischen Müttern“), oder ob wir darüber hinauswachsen und erkennen, dass es nicht nur um den einen Film und nicht nur um die eine Klinik geht, sondern eine Betrachtung der Gewalt gegenüber heranwachsenden Menschen in einem größeren Zusammenhang notwendig ist, der letztlich zeigt, dass jeder einzelne von uns einen Teil der Verantwortung trägt.

CaRabA ist Teil dieses großen Schrittes. Er antwortet endlich auf unseren dringenden Bedarf an (Vor)Bildern für eine gelingende, gewaltlose Begleitung heranwachsender Menschen. In der aktuellen Übergangs-Phase der zwischengenerationellen Beziehungsgestaltung, in der wir uns befinden, einer Phase der Orientierung und des Suchens, die von ganz viel Unsicherheit, Angst und Verwirrung bei Müttern und Vätern geprägt ist (die in extremsten Fällen zu Situationen führen können wie die der Familien in Elternschule), wird genau diese Unsicherheit von Liebhabern des feindseligen Menschenbildes kleiner Tyrannen fehlinterpretiert, indem sie die Mütter und Väter als unfähig stigmatisieren und nach der Rückkehr zu alten Erziehungsmethoden in neuem Gewand rufen (die längst wieder zu viel um sich gegriffen haben, wo wir sie schon überwunden geglaubt hatten). Echte lebendige Vorbilder für eine fried- und liebevolle zwischengenerationelle Beziehungsgestaltung gibt es kaum und aufgrund der derzeit noch herrschenden strukturellen Gewalt, die uns alle betrifft, ist eine solche Beziehungsgestaltung ganz schwer umzusetzen. Jedoch reicht es nicht, sich mit Gedanken zu begnügen wie „Es ist halt so“ und „Es geht eben nicht anders“. Sobald wir beginnen werden, die Frage der Vermeidbarkeit in unsere Überlegungen mit einzubeziehen – „Wäre es vermeidbar (gewesen)? Sollte vermeidbare Gewalt (so z.B. auch ein Schulanwesenheitszwang) nicht vermieden werden?“ – werden wir ganz neue Lösungen finden.

Wenn es überhaupt eines Slogans bedarf für einen Film, dessen Thema an sich lockend genug sein dürfte, so könnte er lauten:

Ein Muss für jeden, der sich Frieden zwischen den Generationen wünscht und einen Ausweg aus der Bildungsmisere herbeisehnt!


Franziska Klinkigt
Diplom-Psychologin und Mutter


Samstag, 27. Oktober 2018

"Hilfe, mein Kind will nicht (mehr) zur Schule!"

Da in Deutschland Schulpflicht herrscht, löst eine solche Äußerung sehr viel Not und Ratlosigkeit in Familien aus. Wenn ein junger Mensch in Deutschland Nein zur Schule sagt, kann dieser Zustand nicht nur Mütter und Väter, sondern auch die damit befassten Menschen in Schulen, Beratungsstellen, Behörden, Gerichten in eine wirkliche Zwickmühle bringen, in ein nicht auflösbares Dilemma. Wir beobachten, dass es spätestens hier oft zu Akten von Gewalt kommt: in Form von Vorwürfen, Schuldzuweisungen und Unterstellungen, bedrängenden Fragen und Behauptungen bis hin zu bedrohenden Aussagen und Androhung von Maßnahmen (z.B. Sorgerechtsentzug, Buß- und Zwangsgeld, (kinder)psychiatrische Unterbringung/Behandlung). 

Eine wachsende Zahl an Familien erlebte bereits in den Werkstattgesprächen, die ich gemeinsam mit Bertrand Stern leite, Unterstützung und Austausch. 

Die interessierten und teilnehmenden Familien sind überwiegend in der Situation, dass Söhne und Töchter entweder sehr unglücklich in der Schule sind und sich nach Veränderungen sehnen oder konkret bereits sich der Schule verweigern. (Zunehmend kommen auch Familien hinzu, in denen junge Menschen bereits in einem noch nicht schulpflichtigen Alter äußern, sie wollten nicht in die Schule gehen, und die sich daher im Vornherein schon viele Gedanken machen, wie sie mit dieser Situation umgehen wollen.)

Manche Familien stehen noch ganz am Anfang der Kommunikation mit der Schule, andere stecken schon mitten in Auseinandersetzungen. Den Familien ist gemeinsam, dass sie im Gegensatz zu manchen, die aus Deutschland auswandern, weiterhin hier leben wollen bzw. aufgrund ihrer Lebenssituation auch gar keine andere Möglichkeit sehen.

Wir freuen uns immer wieder, dass Menschen, die ratlos und manchmal sehr besorgt bis angsterfüllt mit ihren Fragen und Nöten ins Werkstattgespräch hineinkommen, dieses informiert, handlungsfähig und gestärkt wieder verlassen.

Interessierte und betroffene Menschen sind herzlich eingeladen, an einem geplanten Werkstattgespräch (meist ein Samstag, welchem ein Vortragsabend am Freitag vorausgeht) teilzunehmen oder auch selbst eines in der eigenen Gegend zu organisieren.


Aktuell geplante Termine
  

Anfragen zum Werkstattgespräch an franziskaklinkigt@gmx.net und/oder bs@bertrandstern.de




Teilnehmerstimmen

" Ich bin sehr dankbar, dass ich teilnehmen durfte und so viele Informationen und Denkanstöße mitnehmen konnte. Anfangs fühlte ich mich 'überflutet' von den vielen Eindrücken, in der Zwischenzeit hat sich vieles gesetzt und ich fühle mich gestärkt, unterstützt und in meiner Haltung gefestigt."
 
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"Im Werkstattgespräch wird durch den Austausch innerhalb der Gruppe deutlich, dass - so unterschiedlich jede Familiensituation auch ist - alle Fälle eines gemeinsam haben: Es geht um die Haltung, die Würde und den Willen eines Menschen - unabhängig von seinem Alter - zu achten. Daraus folgt alles weitere. Die Haltung ist die Grundlage. Dies zu erkennen und sich von dieser Haltung stärken zu lassen, das schaffen Franziska Klinkigt und Bertrand Stern in ganz wunderbarer Weise"

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"Wir haben sehr viel für uns mitgenommen, einerseits beruhigendes, andererseits aufwühlendes."

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"Insbesondere habe ich den inneren Frieden gegenüber dem bisher Geschehenem gefunden und es wird sich unmittelbar auch auf unsere äußeren Umstände auswirken. Es war bisher das Gefühl von Angst welches uns in eine Schutz- und Fluchtposition geworfen hat. Dies ist nun vorbei und wir sind gespannt auf die neue Qualität auf Augenhöhe mit den Mitarbeitern der Behörden."

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"Meine Kinder sind 4 und 2. Ich habe am Werkstattgespräch teilgenommen, weil ich vorbereitet sein will, falls mein Ältester die Schule genauso wie den Kindergarten verweigert. Seit dem Werkstattgespräch bin ich gelassen und ruhig. Das mögliche Nein zur Schule bereitet mir keine Sorgen mehr. Dank Bertrand Stern und Franziska Klinkigt weiß ich nun, was auf uns zukommen würde, wenn unser Kind Nein zur Schule sagt. Ich weiß, worauf ich achten muss im Dialog mit Schulpersonal und Ämtern, und ich fühle mich stark mit einem kompetenten Unterstützerteam im Hintergrund, auf die ich wieder zurückkommen kann. Ich kann das Werkstattgespräch wärmstens empfehlen. Dort haben alle Deine Fragen Raum und werden ernst genommen." 

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"Das Werkstattgespräch hat uns viel Mut und Zuversicht gegeben. Rechtliche Grundlagen bei einem Gerichtsprozess wurden uns erörtert, welches wir als sehr hilfreich empfanden. Emotional wurden wir aufgefangen und bestärkt, dass das Nein unseres Sohnes zur Schule sein selbst gewählter Weg bedeutet! Auch der Austausch mit Menschen. die in einer ähnlichen Situation sind, war sehr hilfreich. Wir haben uns nicht mehr alleine gefühlt."
 
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"Ich finde gut, dass ihr klar Wege aufzeigen wollt, bei denen man sich nicht verstecken oder flüchten muss. Mir selber hat das Werkstattgespräch soviel Klarheit gebracht. Ihr sprecht ja nicht nur über Schule, sondern auch über Diskriminierung von jungen Menschen. Da habt ihr mich in meiner Haltung sehr gestärkt. Dass ihr Hilfe und konkrete Unterstützung anbietet, falls wir mal in diese Situation kommen, gibt mir Sicherheit. Auch fand ich die vielen Beispiele, wie es laufen kann beruhigend."

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"Ich möchte noch im nachhinein sehr für das Werkstattgespräch danken. Es hat mir sehr geholfen, unsere eigenen Befindlichkeiten auf einer grundlegenderen Ebene zu betrachten und über die Unzufriedenheit und die reflexhafte Abwehr gegenüber dem System hinaus näher an die konkreten Wünsche unserer Familie und damit die individuelle "Lösung" zu kommen."

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"Nach dem Werkstattgespräch war uns sehr klar, wie wir unsere Kinder unterstützen können ihren Weg zu gehen und wir fühlen uns sicher mit den Behörden in Kontakt zu treten. Vor allem unser älterer Sohn (11) weiß jetzt, was er tun kann, um seine Bedürfnisse anderen Menschen mitzuteilen."

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"Das Werkstattgespräch war für uns eine große Bereicherung, es hat uns in unserer Haltung des Vertrauens jungen und sehr jungen Menschen gegenüber sehr gestärkt. Die Selbstverständlichkeit einem Menschen sein Selbstbestimmungsrecht oder sein Menschsein unabhängig vom Alter zuzuerkennen wurde uns deutlich, ein unumkehrbarer innerer Prozess kam in Gang oder wurde ein Stück vorangetrieben. Außerdem bekamen wir sehr viele Infos und Beispiele wie es verlaufen kann, wenn man einen jungen Menschen begleitet, der sich der Beschulung verweigert. Wir bekamen Antworten auf unsere konkreten Fragen und einen Input an juristischem Wissen, so dass wir mit Zuversicht aus dem Werkstattgespräch gehen konnten. Das Zusammenkommen vieler Teilnehmer in verschiedenen Situationen macht die Notwendigkeit dieser Veranstaltung deutlich und die Dringlichkeit der Bekanntmachung einer solchen Möglichkeit. Wir bedanken uns auf diesem Wege ganz herzlich bei den Referenten und den Organisatoren und hoffen auf viele weitere Zusammenkommen dieser Art an vielen Orten."

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"Es war ein Austausch auf Augenhöhe. Es kam nie das Gefühl auf, ein Außerirdischer zu sein, so wie wir es von den Behörden gewohnt waren. Aufgefangen und Verstanden, dass sind für mich die beiden Schlagworte."

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"Wir sind mit dem Hoffnungsfunken losgefahren, an diesem Wochenende eine Handlungmöglichkeit zu erlangen, falls unsere Tochter nein zum  Schulbesuch sagt. Wir fanden Sie und wurden um so vieles mehr beschenkt an diesem Wochenende. Innere Klarheit und Frieden zu unserem erlebten Schulbesuch, Unterstützung auf allen Ebenen und wir erfuhren: wir sind nicht allein... wir erlebten Menschen, die eine ähnliche Haltung zum Leben und den sich uns anvertrauten jungen Menschen in sich tragen und fanden Menschen mit einem fachlichen Know How, die bereit sind wirklich und wahrhaftig uns zu begleiten." 

Samstag, 14. Oktober 2017

Gesellschaftspolitisch auf dem Weg der gewaltfreien Erziehung

In Heft 3/17 des unerzogen-Magazins ist unter diesem Titel ein offener Brief an den Bundespräsidenten erschienen zu dem brisanten mehr denn je aktuellen Thema der gewaltfreien Erziehung.

In der zwischenmenschlichen Wirklichkeit geht es auf allen Ebenen immer um die Frage, wie die einzelnen Mitglieder miteinander kommunizieren. Vor allem geht es darum, als wer oder was der Einzelne betrachtet wird oder sich selbst betrachtet: als selbstbestimmter Mensch, als Subjekt oder als fremdbestimmt, als fremdzubestimmendes Objekt? Ein offener Brief an den neuen Bundespräsidenten zu seiner kürzlichen Amtsübernahme.


(Kommentare dazu sind willkommen und dürfen gern unter diesem Post geteilt werden)

Sonntag, 22. Januar 2017

Selbstbestimmt? Bestimmt! - Symposium nächstes Wochenende in Weimar

SELBSTBESTIMMT? BESTIMMT!

Frei spielen, frei sich bilden, frei sein

Wer zum kommenden Wochenende die Möglichkeit hat, nach Weimar zu kommen, dem sei dieses Symposium ans Herz gelegt. Nicht nur, weil es anregende Vorträge und Podiumsdiskussionen geben wird und weil die Filmvorführung einer der sehr sehenswerten Gordian Troeller-Dokumentationen aus der Reihe "Kinder der Welt" etwas Besonderes und Seltenes ist, sondern auch, weil es die vielleicht einmalige Gelegenheit ist, einmal Alan Thomas live zuzuhören, der Pionier in der Erforschung der selbstbestimmten Bildung und des informellen Lernens ist (und zwei fundamentale Bücher publiziert hat, die mindestens alle Mütter, Väter und LehrerInnen lesen sollten - damit der anstehende und gar nicht mehr aufzuhaltende Wandel mal so richtig Schwung bekommt).

Freitag, 20. Januar 2017

Ein Artikel für alle, die mit Einschulungsuntersuchungen zu tun haben

Im Heft 04/16 des unerzogen-Magazins erschien ein Artikel von mir mit dem Titel
 "Sehr geehrte Frau Ärztin im Gesundheitsamt ..."

Jedes Jahr werden die potentiellen Schulanfänger für das nächste Schuljahr einer sogenannten Einschulungsuntersuchung durch den Amtsarzt unterzogen. Keine Familie kommt darum herum. Was eine Mutter dabei mit ihrer Tochter erlebte, ist sicher kein Einzelfall. 

Ein offener Brief an die zuständige Ärztin im Amt.


(Kommentare dazu sind willkommen und dürfen gern unter diesem Post geteilt werden)

Sonntag, 15. Januar 2017

Vergangene Vortrags-Termine von und mit mir

Das Recht, frei sich zu bilden


Ein Abend mit Bertrand Stern und Franziska Klinkigt
(Vortrag & Diskussion)

Dienstag, 10. Januar 2017

Interviews

Radiointerviews

mit Michael Karjalainen-Draeger im Juli 2016.

Thema des Monats:
Sommergespräch mit der Psychologin, Familientherapeutin und Autorin Franziska Klinkigt über ihre Schulerfahrung, die strukturelle Gewalt des Bildungssystems, Mobbing und Schulstress sowie ihre Hoffnung, dass jeder neugeborene Mensch eine Chance ist, das alles zu ändern.

mit Mirko Olostiak-Brahms  am Tag der Menschenrechte 2015 (10. Dezember) in der Sendung Vielfalter Magazin gegen Monokultur bei Radio Dreyeckland.


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Interviews im Rahmen von Online-Kongressen


im März 2016 von Lena und Michael Busch, in dem sie mit 56 Gesprächspartnern der Frage nachgingen: "Wie wäre es, wenn du und deine Kinder selbstbestimmt leben, lernen und arbeiten könnten?"      


ADHS AUFDECKEN - HINSPÜREN
"schwierige" Kinder Online Kongress
im Sommer und Herbst 2016 von und mit Nicole Lehner.